Treffen einiger Tschernobyl-Vereine

Am 23. Januar 2010 trafen sich auf Einladung des Wipperfürther "Fördervereins Tschernobyl-Kinder in Petuchowka e.V." zum 2. Mal einige ähnliche Vereine aus dem westlichen Märkischen Kreis und dem Bergischen zu einem Erfahrungsaustausch. Außer uns arbeiten alle anderen Teilnehmer in Weißrussland. Wir sind in diesem Kreis die Einzigen, der in der Ukraine arbeiten.
Alle Vereine laden Kinder zur Erholung ein. Die meisten holen die Kinder mit Bussen. Diese Möglichkeit wird zunehmend schwieriger, weil immer wieder einige Vereine die Arbeit aufgeben und darum immer neue Kooperationen gefunden werden müssen. Dies ist auch einer der Zwecke dieses Treffens gewesen.
Alle Vereine haben mit ihren Gasteltern die Erfahrung gemacht, dass die unterschiedliche Sprache kein echtes Problem darstellt. In vielen Fällen reden die Gasteltern gegen Ende des Aufenthalts auf Deutsch mit den Kindern und diese verstehen alles Wichtige und überhören - wie die deutschen Kinder - alles, was ihnen nicht gefällt.
Einige Vereine führen Hilfstransporte durch. Überwiegend wurde berichtet, dass die zolltechnische Abwicklung zunehmend schwieriger wird. Die Bürokratie nimmt zu und die Korruption ist allgegenwärtig. In Weißrussland wird von offizieller Seite mitgeteilt, dass Hilfslieferungen nicht mehr benötigt werden. Die Vereine sind darüber entsetzt, weil sie die Situation vor Ort kennen. Die Regierung der Ukraine ist zum Glück für ihre Bevölkerung realistischer und weniger ideologisch verblendet.
Die Vereine gaben sich gegenseitig Tipps über günstige Versicherungen und schöne Ausflugsziele für die Kindergruppen.
Es wurde verabredet, dass diese Treffen jährlich wiederholt werden sollen, weil sie sehr hilfreich sind.
