Wir haben den Hilfstransport nach Wischgorod endlich abgeschickt!
Am Abend des 20. Dezember 2011 packten viele Helfer an und so war der LKW nach zweieinhalb Stunden beladen und konnte abfahren.
Diesmal war es eine etwas schwierige Aktion gewesen, den Transport zu organisieren! Eigentlich sollte der Transport schon im November abgehen, aber in der Ukraine wurden die Dokumente nicht fertig. Als dann die Genehmigung des Ministeriums vorlag, musste unser Partner Bereginja noch die Zustimmung des Kreises Wischgorod einholen und die ließ auf sich warten.
Im September stellte der Zoll in Deutschland auf ein Internetverfahren für die Ausfuhranmeldung um. Wir hatten uns schon im August darauf vorbereitet und uns die entsprechenden Zugangscodes besorgt, was nicht ohne Probleme ging. So muss die Identifikation des Vereins online mit einem Elster-Zertifikat des Finanzamts erfolgen. Leider ist es für einen Verein, der keine Steuern zahlt, nicht möglich, ein solches Zertifikat zu erhalten. Auf Grund der Gespräche mit uns hat das Finanzamt jetzt eine offizielle Erklärung für ähnliche Fälle verfasst und im Internet verfügbar gemacht. Wir zollen den Mitarbeitern des Finanzamts Lüdenscheid großes Lob für die sehr engagierte und zuvorkommende Lösungssuche.
Als jetzt die Ausfuhranmeldung erstellt werden musste zeigte sich ein weiteres Problem, weil der Zugangscode, den der Zoll in Dresden uns zugeschickt hatte, nicht funktionierte. Erst tagelanger Mailverkehr mit falschen Auskünften und weitere Telefonate klärten, dass der Zugangscode nur teilweise verwendet werden darf. Als die Genehmigung aus Wischgorod eintraf waren die Probleme auf deutscher Seite auch gerade geklärt, so dass nun alles funktionierte.
Zuletzt musste die Spedition absagen, die wir in den letzten Jahren beauftragt hatten. So mussten wir kurzfristig eine andere günstige Spedition finden. So viel Aufregung wie diesmal hatten wir bisher im Vorfeld noch nicht. Es bleibt abzuwarten, was jetzt im Nachhinein noch kommt.
Kein Problem war es dagegen, die erforderlichen Helfer zu finden, um den LKW zu beladen. Diesmal hatten wir auch mehr junge Helfer dabei, die sich kräftig einsetzten. Beim letzten Mal hatte sich ein jüngerer Mitarbeiter darüber gewundert, wie die "alten Männer" diese schwere Arbeit bewältigen. Na ja, alte Männer sind nicht unbedingt "altes Eisen". Die jüngeren Leute haben mit ihren Familien zu tun. Da ist es schon einfacher, die nächste Generation der Enkel zu engagieren.
Natürlich wurde wieder jedes Paket gezählt, denn diese Zahl will der Zoll wissen. Für den deutschen Zoll können wir dies nur schätzen, aber für den ukrainischen Zoll wird die korrekte Zahl gebraucht: 961 Verpackungseinheiten.

Von Hand zu Hand liefen die Pakete und wurden auf den LKW gehoben. Viele Pakete mussten zu zweit auf den LKW gehoben werden, denn teilweise waren die Kartons ungünstig groß und unsere Frauen können packen! Wenn aber genug Helfer zur Verfügung stehen, dann wird niemand überlastet. Eine Kaffeepause zur Halbzeit hilft auch zu kurzer Erholung.
Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen Helfern, die uns heute wieder geholfen haben! Das war eine wirklich gute Aktion.




Irgendwann ist der LKW endlich voll und die letzten Pakete werden reingeschoben.
Die Sendung wird noch vor Weihnachten in Wischgorod sein. Da man dort anstelle von Weihnachten das neue Jahr und Väterchen Frost erst im Januar feiert, können sich einige Familien über ein wirklich schönes Geschenk freuen.
