Erste Hilfsgüterannahme in diesem Jahr
Die erste Hilfsgüterannahme in diesem Jahr fand am 10.3.2012 in unserem Lager statt. Wir hatten unseren letzten Hilfstransport erst spät im Dezember abschicken können und mussten danach erst die "Reste" der letzten Anlieferung im September verarbeiten. Bis zum Transport gab es dafür keinen Platz. Es war aber so viel übrig geblieben, dass wir längere Zeit brauchten, um alles zu verarbeiten. Einiges war privat eingelagert worden, weil wir im Lager keinen Platz mehr dafür gehabt hatten.
Die Mitarbeiter erwarteten wieder einen riesigen Ansturm, denn viele Leute hatten uns bereits angerufen und wollten ihre Hilfsgüter anliefern. Zum Glück war unser Arbeitsraum fast vollständig leer gearbeitet, so dass wir tatsächlich alles innen lagern konnten und Nichts außen vor dem Lager zwischenparken mussten. Außerdem verhinderte unser Außen-Mitarbeiter durch seine Unterstützung, dass ungeduldige Spender ihre Sachen vor dem Haus abstellten, weil wir die Sachen nicht so schnell annehmen konnten, wie sie uns durch unser Fenster gereicht wurden. Eigenartigerweise gibt es immer einige Minuten, in denen niemand kommt und anschließend kommen dann ganz viele Leute auf einmal, die ihren PKW oder ihren Kleinbus voll mit schönen Sachen haben. Dann bricht am Annahmefenster die Hektik aus, weil jeder seinen schweren Kleidersack oder seinen Karton schnellstens los werden möchte.
Unsere Frauen und Männer innen waren sehr gut in Form und wir konnten mehr als die Hälfte der angelieferten Menge sofort prüfen, sortieren, verpacken und einlagern. Natürlich wurde uns dabei gehörig warm und alle waren froh, als Gisela Steinbach um 12 Uhr endlich die Pause ausrief. Einige waren schon länger im Lager und hatten versucht alles für den Ansturm vorzubereiten, aber noch vor offiziellem Beginn der Annahme waren einige Hundert Kilogramm an Kleidung abgegeben worden. Sie waren also ziemlich platt.
Wir haben viel Verständnis dafür, dass die Spender die Sachen früh abgeben wollen, um den Vormittag noch weiter nutzen zu können, aber für unsere Mitarbeiter bringt das immer eine ziemliche Hektik, weil sie die Vorbereitungsarbeiten nicht vernünftig durchführen können. Leider denken viele Spender, dass sie uns einen persönlichen Gefallen tun, wenn sie uns ihre Kleidung bringen, sehen aber nicht, dass wir persönlich außer viel Arbeit nichts davon haben. Wir tun die Arbeit gern, weil wir sehen, dass die Hilfe notwendig ist und wirklich wirksam, aber manchmal stöhnen wir auch unter der Last.
Da ist es gut, dass wir ein wirklich tolles Team von Menschen sind, die sich gegenseitig Mut machen und bei aller Arbeit viel Freude haben. Außerdem sind besonders interessante Kleidungsstücke, besonderes Spielzeug oder liebevoll hergerichtete Puppen immer wieder ein Quell der Erheiterung und des Staunens.
Wir sind sehr froh, dass bei dem regen Anlieferverkehr in all den Jahren noch nie etwas passiert ist. Wir haben nur relativ wenig Stellfläche vor dem Lager und die Autos müssen ständig aus und einparken und sich in den fließenden Verkehr einfädeln. Wir bedanken uns für die Umsicht und die Geduld aller Spender.
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Kartons werden vorbereitet
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Jedes Stück wird geprüft
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Einige Stücke werden bewundert |
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| Unsere Puppenausstatter überraschen uns immer wieder! | Nach 2 Stunden harter Arbeit haben wir uns das verdient! |

Ein "wenig zu tun" bleibt uns für die nächsten Wochen! Noch etwa 10 Kubikmeter Kleidung warten auf die Verarbeitung.
Unser Lager ist jetzt voll. Wir werden nun beginnen den nächsten Transport zu organisieren. Leider können wir nicht abschätzen, wann die ukrainischen Behörden ihn genehmigen werden. Unser Ziel ist, dass wir ihn im Mai abschicken.








