Unsere Kindergruppe 2011 ist wieder abgefahren
Am Vormittag des 16. Juli 2011 fuhren unsere Gastkinder wieder zurück in ihre Heimat nach Wischgorod. Es war ein Abschied mit allem was dazugehört. Nach drei Wochen waren die meisten Kinder so in die Gastfamilien integriert, dass viele Gastfamilien jetzt eine Lücke empfinden. Herzliche Freundschaften waren zwischen einigen deutschen und ukrainischen Kindern entstanden. In vielen Fällen werden solche Freundschaften längere
Zeit halten.
Die meisten Kinder waren mit sehr leichtem Gepäck hier angekommen. Die Gasteltern hatten sie darum überwiegend aus unserer gut sortierten Kleidersammlung mit allem Erforderlichen eingedeckt, so dass die Kinder mit gut gefüllten Koffern wieder nach Hause fuhren. Hoffentlich macht kein Zöllner die Koffer zur Kontrolle auf, denn dann wird man sie kaum wieder schließen können. Gasteltern können mit Liebe sehr gut Koffer packen.
Für die Reise, die mehr als einen ganzen Tag dauert, bekamen die Kinder von ihren Gastfamilien gut gefüllte Taschen oder Rucksäcke mit, damit sie unterwegs nicht darben müssen. Wir können nur hoffen, dass in den Rucksäcken nicht zu viele Süßigkeiten waren, denn die werden unterwegs als Erste verputzt und anschließend ist den Kindern
fürchterlich schlecht auf den ukrainischen Straßen. Ob sich alle Gasteltern an unsere Tipps erinnert hatten?
Wahrscheinlich haben die Kinder aber auch andere kleine Tröster dabei, die weniger Nebenwirkungen haben.
Nachdem alle Koffer und Taschen verstaut waren ging es ans endgültige Abschied nehmen. Die kleinen Gäste wurden ein letztes Mal in den Arm genommen und gedrückt bevor sie in den großen Bus stiegen.
So manche Träne wurde bei den kleinen Gästen aber auch bei den kleinen und großen Gastgebern vergossen. Einige Kinder werden im nächsten Jahr sicher wieder von ihren Gasteltern eingeladen werden.
Die Betreuer, die zum wiederholten Male die Kinder begleitet hatten, waren bei ihren Gastgebern ebenfalls sehr gut angekommen und es hatte sich ein herzliches Verhältnis eingestellt. Sie hatten bei einigen Missverständnissen vermittelt und das Verständnis zwischen ukrainischen Gästen und deutschen Gastfamilien gefördert. Außerdem zeigten sie sich wieder als kompetent bei der Betreuung der Kinder, so dass Nichts aus dem Ruder lief. Sie waren begeistert von dem Programm, das wir den Kindern boten und brachten sich gern ein.
So war der Abschied auch von Ihnen sehr herzlich. Wir gehen davon aus, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sind.
Für uns ist es eine große Erleichterung, wenn die Betreuerinnen gut sind.
Gisela Steinbach winkt mit beiden Händen! Sie ist erleichtert, dass alles ohne große Probleme über die Bühne ging. Sie hatte das Programm zusammengestellt, die verschiedenen Maßnahmen organisiert, Autos, Fahrer und Mitfahrer jeden Tag neu zusammengestellt und wieder umorganisiert, immer wieder dennoch improvisiert weil Einige ohne Anmeldung teilnehmen wollten und angemeldete Personen nicht kamen, somit Plätze in den Autos fehlten und alles umgeworfen werden musste. Täglich glühte ihr Telefon. Aber auch dank treuer Unterstützung durch ihre Mitstreiter hat es irgendwie geklappt.
Sie ist traurig, weil die netten Kinder wieder fahren, aber sie ist erleichtert, dass es für diesmal wieder geschafft ist.
Jetzt kann sie zu Hause wieder alles richten, was liegen bleiben musste und nebenbei all das nacharbeiten, was jetzt an Danksagungen, Beschwerden und Fragen ansteht. Man darf nicht vergessen, dass ukrainische Kinder aus einer anderen Kultur kommen und dass sich auch manches Zivilisatorische bei uns anders darstellt als in der Ukraine. Gasteltern müssen es erst einmal verkraften, wenn der kleine Gast das benutze Toilettenpapier hinter die Toilette wirft, weil ihm der Eimer fehlt, in dem bei ihm zu Hause auf dem Dorf das benutzte Toilettenpapier gesammelt wird, weil es sonst den Abfluss verstopft. Es wird Vieles geben, was jetzt aufzuarbeiten ist.
Die Kinder haben während ihres Aufenthalts unter Anleitung Tagebuch geschrieben und von ihren Gasteltern viele Fotos mitbekommen. Sie werden tagelang erzählen von dem, was sie bei uns gesehen und erlebt haben. Einiges wird sie für ihr weiteres Leben beeinflussen so wie auch die Gasteltern Neues gelernt und erkannt haben.
Wenn Sie interesse haben, im nächsten Jahr wieder ein Kind aufzunehmen, wenden Sie sich bitte an unsere Gastelternbetreuer/innen für ihren Ort. Wenn Sie gern einmal ihre Gastkinder zu Hause besuchen möchten, dann sprechen Sie bitte Gisela Steinbach an. Wir werden im nächsten Jahr wieder eine Gastelternreise anbieten.
