Kinder aus strahlenbelastetem Gebiet zur Erholung in Deutschland angekommen

Kurz vor 18 Uhr kamen am 24. Juni 51 Kinder aus dem Kreis Wischgorod/Ukraine in Kierspe an, die von Gasteltern des Märkischen und des Oberbergischen Kreises für drei Wochen zur Erholung nach Deutschland eingeladen worden waren. Sie kamen samt zwei Betreuerinnen mit dem Linienbus des Unternehmes Kaufmann-Reisen aus Koblenz, das wir wieder für diesen Kindertransport engagiert hatten.
Das Unternehmen spendierte den Kindern unterwegs bei einer Pause in L'wiv eine warme Mahlzeit, die allen gut geschmeckt hat. Die Fahrer gingen sehr fürsorglich und flexibel auf die Bedürfnisse der Gruppe ein. Wir hatten dem Unternehmen für die Reise Wolldecken zur Verfügung gestellt, mit denen sich die Kinder nachts beim Schlafen zudecken konnten. Es war bisher die entspannteste Reise, die unsere Kindergruppen erlebten. Die beiden ukrainischen Betreuerinnen Valentina und Natascha sind voll des Lobes über die Freundlichkeit der Fahrer.
Gemeinsam mit der Übersetzerin Valentina, die das Verfahren schon kannte, teilten Gisela Steinbach, Hein Geitz und Antje Krings-Hawlina die Kinder samt ihrem Gepäck den wartenden Gasteltern zu. Die Zuordnung der Kinder zu der jeweiligen deutschen Familie stand seit Wochen fest, weil sie der deutschen Visa-Stelle in Kiew als eine Grundlage zur Einreisegenehmigung für die Kinder dient.
Die Kinder werden nun drei Wochen bei ihrer Familie wohnen. Bei Interesse werden sie halbtägig betreut. Verschiedene Einzelpersonen, Kleinunternehmen und Vereine gestalten den Kindern ein schönes abwechslungsreiches Programm. Diese drei Wochen werden ein herrliches Erlebnis sein.
Einige Kinder waren schon in früheren Jahren bei uns und wurden von ihren Gasteltern entsprechend herzlich empfangen. Diese Erholungsaufenthalte sind nicht nur für die ukrainischen Kinder ein Erlebnis sondern auch für die deutschen Gasteltern eine Bereicherung. Die Hilfe, die wir Deutschen den ukrainischen Kindern bieten, ist keine Einbahnstraße. Später, bei der Abreise zurück in die ukrainische Heimat werden bei Gasteltern und Gästen die Tränen fließen. Durch diese Aufenthalte sind schon einige bleibende Freundschaften entstanden und bei unseren Gastelternreisen, die wir jedes Frühjahr anbieten, sind Gegenbesuche möglich.
